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Test: Sony MDR-NC500D mit 99% Noise Cancelling – erstaunliche Stille im Ohr

Sony MDR-NC500DDigitales Noise Cancelling ist eine Wissenschaft für sich und Sony hat mit dem MDR-NC500D den ersten Kopfhörer mit 99% Noise Cancelling auf den Markt gebracht. Kostenpunkt: 399 Euro. Sony hat uns eines der Luxus-Geräte zur Verfügung gestellt und wir haben es mal näher unter die Lupe genommen, ob sich die Investition auch wirklich lohnt. Wozu benötigt man überhaupt einen Kopfhörer mit digitaler Geräuschunterdrückung? Nun, nehmen wir mal an, man sitzt im Flugzeug oder in der Bahn und ist diesem permanenten Geräusch, das durch die vorbeiziehenden Luft und den Gleisen produziert wird, ausgesetzt. Das kann ganz schön rädern. Wie schön wäre es, wenn man ganz entspannt einen Kopfhörer aufsetzten könnte, der all diese störenden Geräusche ausblenden kann. Man könnte sich voll auf die Musik oder den Film konzentrieren. Der MDR-NC500D nutzt dafür künstliche Intelligenz. Er nimmt die störenden Umgebungsgeräusche, die im Kopfhörer zu hören sind auf, und filtert sie danach heraus, um es ganz einfach zu erklären. Dabei kennt der MDR-NC500D gleich mehrere Lärmsituationen: Flugzeug, Bus/Zug und Büro. Als Träger muss man aber keine komplizierten Einstellungen vornehmen, um die aktuellen Geräusche auszufiltern. Das übernimmt der intelligente Prozessor des Kopfhörers. Er analysiert die Umgebungsgeräusche und wählt den passenden Filter aus. Der Analysierungsprozess dauert nur etwa drei Sekunden und kann mit einem Knopf an der rechten Ohrmuschel gestartet werden. Mehr zum MDR-NC500D in unserem ausführlichen Test:

MDR-NC500D: Luxus, Luxus, Luxus

Bei einem Preis von 399 Euro kann man schon etwas erwarten und das nicht nur in technischer Hinsicht. Wenn der MDR-NC500D ins Haus kommt, hält man zuerst einen ziemlich massiven Karton in edler Optik in den Händen. Einmal geöffnet, sieht man auch schon das edle Case, in dem der Kopfhörer weich und sicher gebettet ist. Es erinnert schon mehr an ein Beautycase einer Luxusmarke als an die Verpackung eines Kopfhörers. Von außen hart und von innen ganz weich. Es ist ja auch eine teure Fracht. Hat man den Reißverschluss des Case einmal geöffnet, sieht man die edel glänzenden Kopfhörer unter einer Art Samtdecke liegen. Ganz vorsichtig haben wir den MDR-NC500D aus seinem Bett geholt. Bei so viel Sicherheit behandelt man den Kopfhörer schon automatisch wie ein rohes Ei. Unter ihm verbirgt sich sicher mit Klettverschlüssen befestigt das Zubehör. Einen Nachteil hat das Case aber dann doch: Es ist ziemlich groß und passt nicht mal eben in die Jackentasche. Wer auf Reisen geht, sollte daher den Platz im Koffer schon vorher mit einplanen.

 

Sony MDR-NC500D

 

Das Zubebhör und technische Daten

Mit im Case findet sich eigentlich alles, was man als Musik-Fan benötigt: Ein Verbindungskabel (0,5 m) mit vergoldetem Stereoministecker, ein Verbindungskabel (1,5 m) mit vergoldetem, L-förmigen Stereoministecker, ein Verbindungskabel mit Batteriefach, ein Zwischenstecker (Einzel-/Doppelstecker) für Flugzeuge, ein vergoldeter UniMatch-Zwischenstecker und ein Netzteil. Alles passt komfortabel mit in das Case und kann so einfach überall hin mitgenommen werden, ohne dass man einzelne Kabel irgendwo lose transportieren muss. Besonders der mitgelieferte Zwischenstecker ist für die Nutzung des Kopfhörers in Sony MDR-NC500DFlugzeugen sehr praktisch. Sollte auf Reisen mal der interne Akku des Kopfhörer leer werden, kann man das praktische Batteriefach benutzen, um weiter Musik hören zu können. Dazu werden zwei AA-Batterien benötigt. Im Batterie-Modus soll man den Kopfhörer ca. 10 Stunden nutzen können. Zum Technischen: Die Belastbarkeit des MDR-NC500D gibt Sony mit 100 mW an. Den Frequenzgang mit 5 bis 24.000 Hz und die Empfindlichkeit mit 102 db/mW.

 

Der Kopfhörer

Sony MDR-NC500DDas Erste was auffällt, wenn man den Kopfhörer in seinen Händen hält: Der MDR-NC500D ist mit seinen gerade mal 195 Gramm extrem leicht. Weder in der Hand, noch auf dem Kopf oder um den Hals gehängt fühlt sich der MDR-NC500D schwer oder sogar störend an. Der Kopfbügel besteht aus Aluminium und die Ohrhörer aus Magnesium. Also nur vom Feinsten. Einmal aufgesetzt verschwinden selbst größer geratene Ohren in den Muscheln. Kein beengendes Gefühl, kein Zwicken. Am liebsten würde man den Kopfhörer gar nicht mehr absetzen, so gut fühlt er sich an. Seine wahren Stärken zeigt der Kopfhörer aber natürlich erst bei der richtigen Musik. In unserem Test haben wir den Kopfhörer an einem Acer Aspire 8920G mit Blu-ray-Filmen und am iPod Touch mit Musik getestet. Die Höhen sind kristallklar, die Bässe satt, aber nicht zu stark. Soundeffekte in Filmen kommen gigantisch rüber und selbst wenn es mal ein wenig lauter sein soll, bewahrt der MDR-NC500D Haltung. Aber es ist nicht die laute Musik, die den MDR-NC500D so stark macht. Es ist das Noise Cancelling. Beim Test im Büro hört man im Hintergrund die Lüfter der PCs, die bei diesem heißen Wetter am Limit arbeiten. Mit einem Klick auf die AI NC MODE-Taste am rechten Ohrhörer ändert sich das. Es ertönt ein leises Piepsen und man hört für drei Sekunden die Hintergrundgeräusche, als ob man gar keinen Kopfhörer tragen würde. Dann kommt die Stille. Absolute Stille. Keine Lüfter mehr. Nichts. Jetzt dreht man ganz langsam das Volume der Musik hoch und genießt die brillante Sound-Qualität so, als wäre man in einem schallgeschützten Raum. Man klinkt sich quasi vollkommen aus der aktuellen Situation aus. Muss man aber trotzdem mal kurz in das Hier und Jetzt zurückkehren, um zum Beispiel eine Durchsage im Flugzeug oder der Bahn zu hören, drückt man einfach auf den MONITOR-Button und hört klar und deutlich, was um einen herum gerade passiert.

 

MDR-NC500D

 

Unser Fazit:

Neben den vielen Pros findet man einfach keine Kontras. Es gibt nichts, was man dem Gerät so richtig übelnehmen könnte. Man möchte den Kopfhörer am liebsten gar nicht mehr absetzen. Selbst wenn man normalerweise nicht der Kopfhörer-Typ ist, wird man schnell Gefallen dem MDR-NC500D finden. Der hohe Preis schreckt zwar zunächst ein wenig ab, allerdings sind die Zweifel nach dem ersten Tragen auch schnell wieder vergessen. Zwar ist der Kopfhörer auch etwas für das Wohnzimmer, seine wahre Stärke kann er aber erst in der Wildnis zeigen, wo es zahlreiche Hintergrundgeräusche zu beseitigen gibt und wo man einfach mal in eine Oase aus Ruhe und vollendetem Klang abtauchen möchte. Richtig lohnen dürfte sich der MDR-NC500D daher für Vielflieger und Pendler, die viele Stunden in Bus und Bahn verbringen. Bestellen kann man direkt bei Sony. (Bilder: Ausgefallene-Ideen.com)

 

MDR-NC500D

Test: Sony MDR-NC500D mit 99% Noise Cancelling – erstaunliche Stille im Ohr
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Über den Autor

Oliver

Oliver schreibt seit 2004 für Ausgefallene-Ideen. Der Ende der wilden 1970er-Jahre geborene Sauerländer ist mit Atari 2600 und C16 aufgewachsen und wird von allem angezogen, was einen Knopf zum Einschalten hat - sei es auch noch so überflüssig.

2 Kommentare

  • Hallo Ché, sie fühlen sich wirklich sehr angenehm an, auch nach mehreren Stunden. Ich habe sie erst gestern noch gut 4 Stunden während der abendlichen Arbeit am Notebook getragen und dabei völlig vergessen, dass ich sie überhaupt auf dem Kopf habe. Ganz wichtig: Die Ohren taten danach gar nicht weh. Kein Druckgefühl.

  • […] Gehören Sie auch zu den Leuten, die den Weg zur und von der Arbeit in der U-Bahn, S-Bahn oder im Bus verbringen? Einfach den MP3-Player angemacht und der Entspannung stünde nichts mehr im Wege, wären da nicht nervige Fahrgeräusche, schreiende Kinder oder schräg singende Straßenmusikanten, die einem den Hörgenuss vermiesen. Mit dem neuen Kopfhörer MDR-NC500D von Sony sind Sie von all dem abgeschirmt, ist er doch der weltweit erste digitale Kopfhörer mit Noise Cancelling. Entdeckt haben wir ihn bei Ausgefallene Ideen.com. […]

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