Technisches

TapTap: Armband überträgt Berührungen

Es soll ja Paare geben, die auf das Modell der Fernbeziehung schwören, weil es angeblich die Spannung und die Freiräume erhält. Während die Kommunikation dank Smartphone und Internet problemlos funktioniert, bleiben Berührungen den nicht selten rar gesäten Treffen vorbehalten. Mit dem Pärchenarmband “TapTap” soll auch das auf Distanz möglich werden. TapTap soll Berührungen mit Hilfe eines Smartphones (iOS und Android) über das Internet übertragen. Im TapTap ist dazu ein kapazitives Touchpad verbaut, das Berührungen via App über das Smartphone zum Partnerarmband überträgt und dort mit Vibrationen ausgibt.

Wie stark die Vibrationen sind, hängt von der Intensität der Berührung ab. Heftiges Drücken sorgt also beim Partner für eine schöne Handgelenksmassage, eine sanfte Berührung für ein seichtes Vibrieren. Die Entwickler von TapTap haben bewusst auf Social-Network-Komponenten und andere Spielereien verzichtet, um ein “privates Universum” zu schaffen, bei dem nur die beiden Träger des TapTap sehen, hören und spüren können, dass der Partner gerade einen einen denkt. Mit einem SDK können Entwickler das TapTap auch zum Gaming-Device oder Fitness- Armband machen. Dazu sind mehrere Sensoren in den Armbändern verbaut. Die Entwickler suchen aktuell über Kickstarter nach Unterstützern. Ein Set bestehend aus zwei TapTap-Armbändern kostet 90 Dollar plus 15 Dollar Versandkosten.

Das Armband läuft übrigens mit einem Akku, der das Armband ca. eine Woche mit Strom versorgen kann (wahrscheinlich abhängig von der Anzahl der Berührungen, bei Dauerkuschlern könnten es auch nur zwei Tage sein). Zum Aufladen ist an der Innenseite des Armbands ein USB-Anschluss verbaut. Die Idee, Berührungen über das Internet zu übertragen, ist nicht neu: Vor etwas über einem Jahr berichteten wir über den kuriosen Kissenger, der Küsse über große Distanzen übertragen will. Leider hat es das Gerät, das es in Form einer Kuh oder eines Schweins gibt, noch nicht aus der Experimentierphase geschafft.

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Über den Autor

Oliver

Oliver schreibt seit 2004 für Ausgefallene-Ideen. Der Ende der wilden 1970er-Jahre geborene Sauerländer ist mit Atari 2600 und C16 aufgewachsen und wird von allem angezogen, was einen Knopf zum Einschalten hat - sei es auch noch so überflüssig.

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