Praktisches

Fahrradflasche gewinnt Trinkwasser aus der Luft

Geschrieben von Oliver

Eine Wasserflasche, die sich während der Fahrt mit dem Fahrrad immer wieder selbst auffüllt? Klingt gruselig, aber auch spektakulär und könnte schon bald auf dem Markt verfügbar sein. Der Industrie-Designer Kristof Retezár hat unter dem Namen „Fontus“ einen Apparat entwickelt, der sich am Fahrrad befestigen lässt und wie von Geisterhand eine 0,5-Liter-PET-Flasche immer und immer wieder mit frischem Wasser auffüllt – immer vorausgesetzt, die klimatischen Bedingungen stimmen.

Kondensierte Wassermoleküle

Für den Betrieb setzt Fontus auf umweltfreundliche Solarenergie. Batterien kommen nicht zum Einsatz. Um die 500-Milli-Liter-Flasche mit frischem Wasser auffüllen zu können, benötigt Fontus ein möglichst warmes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Bei der Fahrt mit dem Fahrrad wird die Luft durch ein Loch in das Gerät und durch verschiedene Kammern geleitet. Dort kondensiert Fontus durch Erwärmung Wassermoleküle aus der Luft. Die maximale Ausbeute beträgt einen halben Liter pro Stunde.

Nicht nur für Fahrradfahrer

Fontus soll aber nicht nur als nützliche Erfindung für Fahrradfahrer dienen, sondern auch in Regionen zum Einsatz kommen, in denen Grundwasser kaum oder nur in schlechter Qualität vorhanden ist, aber zeitgleich ein feuchtes und warmes Klima herrscht. Hier kann Wasserknappheit schnell zur ernsten Gesundheitsgefahr werden. In diesen Regionen kann sich ein Gadget wie Fontus als äußerst praktisch erweisen und zum Lebensretter werden. Ob und wann Fontus auf den Markt kommen wird, ist unklar. Laut Kristof Retezár hat der Prototyp etwa 20 bis 30 Euro gekostet. Das macht Hoffnung, dass das Gadget erschwinglich sein wird.

Über den Autor

Oliver

Oliver schreibt seit 2004 für Ausgefallene-Ideen. Der Ende der wilden 1970er-Jahre geborene Sauerländer ist mit Atari 2600 und C16 aufgewachsen und wird von allem angezogen, was einen Knopf zum Einschalten hat - sei es auch noch so überflüssig.