Technisches

Leuchtende HDMI-Kabel: Das braucht die Welt

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Heimkino-Besitzer sind für gewöhnlich sehr eitel, wenn es um die heilige Kammer, das Wohnzimmer, geht. Ich kenne das nur zu gut von mir selbst. Da wird jeder verfügbare Euro in die neuste Hardware investiert. Ein immer größeres und besseres LCD-TV muss es sein, dann bitte unbedingt Blu-ray, wobei das ja die PS3 bietet und auf eine standesgemäße Beschallung in 5.1 oder 7.1 darf natürlich überhaupt nicht fehlen. Das Display gehört an die Wand, deshalb wird auch gleich mal die Wand aufgepickelt, damit die unschönen Kabel unter Gips in der Wand verschwinden. So ein Hobby kann schnell in die Zehntausende gehen. Kein Wunder, dass die Industrie für Heimkinozubehör so floriert, schließlich gibt es genug Verrückte, die lieber ohne Essen, Frau und in einer kalten Wohnung hocken, als auf das heimische Filmerlebnis zu verzichten.

Die Nachfrage nach immer neuem Zubehör fördert aber auch immer wieder die eine oder andere, auf den ersten Blick nutzlose, Neuerung zutage. Ob das nun unverschämt luxuriöse Ethernet-Hi-Fi-Kabel für satte 499 Euro oder, wie in diesem Fall, leuchtende HDMI-Kabel sind. Es ist fraglich, ob das Produkt bei Heimkino-Fans einen großen Erfolg haben wird. Ihr wisst ja, das mit Sichtbarkeit von Kabeln. Die sieht man eben nicht gerne. Was die leuchtenden Datenstrippen kosten, ist unbekannt. Je nachdem, wie viel teurer das Leucht-HDMI-Kabel im Gegensatz zu seinen nicht leuchtenden Artgenossen ist, lohnt sich vielleicht auch einfach die Anschaffung einer Taschenlampe, wenn man den Kabelsalat hinter der Anlage sortieren möchte. Akihabara

Über den Autor

Oliver

Oliver schreibt seit 2004 für Ausgefallene-Ideen. Der Ende der wilden 1970er-Jahre geborene Sauerländer ist mit Atari 2600 und C16 aufgewachsen und wird von allem angezogen, was einen Knopf zum Einschalten hat - sei es auch noch so überflüssig.

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