Technisches

GPS Adventurebox: Erst Abenteuer, dann Geschenk

Erst kürzlich berichteten wir über die Timeless Box, die Geschenke für eine bestimmte Anzahl von Tagen wegschließt und sich erst zum voreingestellten Termin öffnet. Ganz praktisch, wenn man zum Beispiel ein Geschenk schon vor dem Geburtstag überreichen muss, aber weiß, dass der Beschenkte nur schwer mit dem Öffnen warten kann. Auch die GPS Adventurebox schließt ein Geschenk oder andere Gegenstände weg. Im Gegensatz zur Timeless Box öffnet sie sich aber nicht nach einer festgelegten Zeit, sondern erst nachdem der Beschenkte einprogrammierte Orte besucht hat. Eine fantastische Idee für Menschen, die einer geliebten Person ein romantisches Geschenk machen und sie auf eine Zeitreise durch die gemeinsame Geschichte schicken möchten.

Die GPS Adventurebox kann zum Beispiel dem Partner oder der Partnerin zum Jahrestag überreicht werden. Bei einem Druck auf den Button erwacht das LCD- Display der GPS Adventurebox zum Leben und zeigt das Ziel an, das als erstes besucht werden muss. Das kann zum Beispiel der Ort des ersten Treffens sein.

Die Orte lassen sich recht einfach mit Hilfe eines Routenplaners auf der Website der Entwickler festlegen und auf eine SD-Karte-Laden, die in die Adventurebox gesteckt wird. Hier sorgt ein Arduino-Mikrocontroller mit einer kleinen GPS-Einheit für die „Magie“. Laut den Entwicklern kann der Nutzer so viele Ziele festlegen wie er möchte, allerdings sollte man den zu Beschenkenden nicht sofort auf Weltreise schicken. Alleine schon deshalb, weil die Batterien der Box nur rund acht Stunden durchhalten. Hat der Beschenkte mit der GPS Adventurebox den ersten Ort auf der Liste erreicht, muss er erneut den gelben Knopf oben auf der Box drücken. So wird der Besuch des Ziels bestätigt und ggf. das nächste Ziel der Route auf dem LCD-Display angezeigt. Ist das letzte Ziel erreicht, öffnet sich die Box.

Was in der Adventurebox liegt, ob es nun ein Liebesbrief oder ein anderes Geschenk ist, bleibt dem Nutzer überlassen. Platz scheint jedenfalls ausreichend vorhanden zu sein. Übrigens: Sollten die Batterien der Adventurebox leer sein, lässt sie sich auch mit einem Netzteil betreiben oder – sollte es mit dem Strom schlecht aussehen – mit einem Schlüssel öffnen. Die Erfinder der Adventurebox suchen auf Kickstarter nach Unterstützern. Die Kampagne läuft sehr erfolgreich. Für eine komplett montierte GPS Adventurebox muss man 135 US-Dollar plus Versandkosten investieren. Kits für Bastler sind schon günstiger zu haben.

Über den Autor

Oliver

Oliver schreibt seit 2004 für Ausgefallene-Ideen. Der Ende der wilden 1970er-Jahre geborene Sauerländer ist mit Atari 2600 und C16 aufgewachsen und wird von allem angezogen, was einen Knopf zum Einschalten hat - sei es auch noch so überflüssig.