Spielerisches

DRM-Chair fällt von selbst auseinander

Dass heutzutage die meisten Musikdateien, Spiele und Filme aus dem Netz mit DRM (Digital Rights Management) ausgestattet sind, durch die die Rechteinhaber volle Kontrolle über die Nutzung ihrer Werke behalten wollen, ist kein Geheimnis. Per DRM wird zum Beispiel vorgegeben, wie häufig sich ein Film ansehen, ein Spiel installieren oder eine MP3 kopieren lässt. Ein gar nicht so weit entferntes Modell ist die geplante Obsoleszenz, bei der Geräte von Anfang an so konzipiert werden, dass sie nach einer bestimmten Zeit den Geist aufgeben und dadurch ein Neukauf nötig wird. Dass sich das Konzept auch auf die Möbelindustrie übertragen ließe, zeigt der hölzerne DRM-Stuhl von Designer Thibault Brevet.

Mit Hilfe der offenen Arduino-Plattform wurde ein Stuhl so modifiziert, dass er nach achtmaligem Gebrauch eine Selbstzerstörungfunktion aktiviert. Nach der letzten geplanten Nutzung schmelzen die Verbindungen und der Stuhl bricht wortwörtlich in sich zusammen. Auch wenn es sich nur um ein Design-Projekt handelt und kein Verkauf geplant ist, dürften einige Möbelhersteller von dem Projekt angetan sein. Wer weiß, vielleicht brechen bald Sofa, Sessel & Co. auch nach einer bestimmten Nutzungsdauer unter uns zusammen. Wobei, ist das nicht heute schon so?

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Über den Autor

Oliver

Oliver schreibt seit 2004 für Ausgefallene-Ideen. Der Ende der wilden 1970er-Jahre geborene Sauerländer ist mit Atari 2600 und C16 aufgewachsen und wird von allem angezogen, was einen Knopf zum Einschalten hat - sei es auch noch so überflüssig.

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