Grünes

Bioo Lite Blumentopf erzeugt grünen Strom

Bioo Lite
Bioo Lite
Geschrieben von Oliver

Kann eine Pflanze nur durch Photosynthese genügend Energie erzeugen, um damit den Akku eines Smartphones aufzuladen? Glaubt man den Entwicklern von Bioo Lite, ist das problemlos möglich – unter optimalen Bedingungen sogar mehrfach am Tag. Es klingt fast zu schön: Alles, was Anwender für die 100 Prozent grüne Stromerzeugung benötigen, soll eine Pflanze und der Bioo Lite genannte Blumentopf sein. Laut den Entwicklern werden im Inneren die bei der Photosynthese anfallenden Abfallstoffe in nutzbaren Strom umgewandelt. Über einen USB-Anschluss kann die grüne Energie bei Bedarf für das Smartphone oder ein anderes technisches Gadget abzapft werden. Doch wie funktioniert die Stromerzeugung nun genau?

Bioo Lite macht aus Abbaustoffen Strom

Während der natürlichen Photosynthese geben Pflanzen über ihre Wurzeln Abbaustoffe an den Boden ab. Diese werden über eine unten im Blumentopf integrierte, chemisch/biologische Hybridzelle in Elektrizität umgewandelt. Dabei kommen auch chemische Substanzen zum Einsatz, die sich in der Zelle befinden. Der geringe Strom kann im Fall des Bioo Lite zum Laden eines Smartphone- oder Tablet-Akkus benutzt werden. Die Pflanze kommt dadurch nicht zu Schaden. Laut den Entwicklern gedeiht sie im Bioo Lite genauso gut wie in einem anderen Blumentopf.

Bioo Lite

Größere Pflanze = mehr Strom

Wie viel Strom der Blumentopf liefert, hängt von der jeweiligen Pflanze und ihrer Blattoberfläche ab. Die Formel ist einfach: Je größer die Oberfläche, umso mehr Photosynthese findet statt = umso mehr Energie wird erzeugt. Grundsätzlich sollen sich bis auf Kakteen alle Pflanzen für das Bioo Lite eignen. Abhängig von der Größe generiert der smarte Blumentopf zwischen 3 und 40 Watt Energie. Das soll das Laden eines Smartphone-Akkus bis zu drei Mal pro Tag ermöglichen – sogar nachts.

Den Bioo Lite in Betrieb zu nehmen, ist nicht schwer: Das zum Aufladen integrierte USB-Kabel wird beim Einpflanzen zur Seite gelegt. Dann wird der Topf mit Wasser befüllt und anschließend die Pflanze eingesetzt. Zum Schluss werden die Lücken noch mit Erde aufgefüllt und schon kann der Topf absolut grünen Strom erzeugen. Ob das Gadget in der Praxis halten kann, was die Entwickler in der Indiegogo-Kampagne versprochen haben, bleibt abzuwarten. Für einen Topf müsst ihr 99 Euro ausgeben. Die Auslieferung soll ab Dezember 2016 erfolgen.

Über den Autor

Oliver

Oliver schreibt seit 2004 für Ausgefallene-Ideen. Der Ende der wilden 1970er-Jahre geborene Sauerländer ist mit Atari 2600 und C16 aufgewachsen und wird von allem angezogen, was einen Knopf zum Einschalten hat - sei es auch noch so überflüssig.

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