eCO2: Die Uhr mit dem CO2-Staubsauger
von Oliver am 25. Januar 2009 in Grünes geschrieben.
Die eCO2-Uhr von James Kershaw und Chad Garn ist eine von vielen Ideen, wie man mit möglichst einfachen Mitteln unsere Luft ein wenig sauberer machen könnte. Dabei soll die Uhr im Prinzip wie ein Staubsauger funktionieren. Läuft man mit der Uhr beispielsweise durch den Park, nimmt die eCO2 Kohlenstoffdioxid auf, filtert es raus und gibt die sauber Luft über ein Ventil wieder an die Umgebung ab. Laut Kershaw und Garn soll die Uhr hauptsächlich dazu dienen, den eigenen CO2-Fußabdruck ein wenig schrumpfen zu lassen. Ach so, die Uhrzeit kann man natürlich auch ablesen, ansonsten gibt es keine Funktionen. Während die Uhr ja sehr chic aussieht, gibt es über ihre Funktion, den CO2-”Staubsauger”, heftige Diskussionen. Besonders die Aktivisten von Greenpeace halten von der “CO2-Scrubber”-Technologie gar nichts.
Die Columbia Universität hat so einen Staubsauger im Einsatz, der pro Tag eine Tonne CO2 aus der Luft fischt. Würde man diese Technik im großen Stil einsetzen, könnten wir auch weiterhin “Spritfresser” fahren und Kohle verheizen und müssten uns keine Sorge mehr über Klimawandel & Co. machen. Zumindest ist das die Auffasung der Columbia. Nach der Auffassung von Greanpeace (und so sehe ich das auch) sollte man zuerst mal die Ursachen beseitigen (hohen Spritverbrauch, Kohle, etc.), bevor man sich eine Technologie zur Beseitigung der eigenen, fortlaufenden Umweltverschmutzung baut. Die eCO2 ist im Moment nur ein Konzept. Ob es der Mini-CO2-Staubsauger irgendwann mal zur Serienreife bringt, ist fraglich.





